Auszüge aus dem Pfarrbrief der Dompfarre - Weihnachten 2018

Liebe Pfarrgemeinde der Dompfarre!

Liebe Pfarrgemeinde der Dompfarre!

Das Leben liefert reichlich Stoff für viele spannende Geschichten.
Ich höre gerne Menschen zu, wenn sie aus ihrem Erlebnisschatz erzählen.

Da kann ich schon staunen, wie mancher Soldat mitten im schrecklichsten Kugelhagel des Krieges heil davongekommen ist;
oder unter welch kuriosen Umständen sich manche Eheleute kennengelernt haben;
oder welch abenteuerliche Überraschungen eine Urlaubsreise enthalten hat…


Da mag ich nicht an Zufall glauben, sondern an eine glücklich führende Hand.

Wohl jeder Mensch wird Episoden aus seiner Lebensgeschichte kennen, in denen er eine solch unsichtbar führende Hand zu spüren vermochte.
Würde man diese Erlebnisse wie Stoffreste zusammenfügen,
ergäbe dies einen bunten Fleckerlteppich, in dem Glück, Segen und Dankbarkeit miteinander verwoben sind.

Auch Gott lässt sich einweben in die Menschheitsgeschichte - das ist die Botschaft von Weihnachten, die uns staunen lässt.
Er nimmt dabei unsere menschliche Stofflichkeit an, mit all ihrer Abnützbarkeit, Ausgefranstheit, Löchrigkeit…

Krippenfiguren sind oft aus Stoffabfällen gefertigt.
Stoffreste vom Gewand der Menschen sind gut genug, den Sohn Gottes greifbar zu machen und einzuhüllen.
Ähnlich hüllen sich auch unsere Armutsmigranten mit unseren ausgedienten Kleidern und Decken ein,
um sich vor der Kälte zu schützen.

In der Darstellung der Geburt des Erlösers finden wir das wieder.
Bedenkt man den Lebensweg, den dieses Kind vor sich hat, kann auch darin Gottes führende Hand spürbar werden.

Advent und Weihnachten feiern heißt, sich selbst als feinen Faden in das Gewebe der Menschwerdung Gottes einweben zu lassen
es ist uns verheißen, dass es ein Festgewand wird.

Einen gesegneten Advent, ein lichtvolles Weihnachtsfest und einen guten Jahresbeginn

Euer Dompfarrer

Roland Rasser

Kindergarten Marianum

 

Im Pfarrkindergarten Marianum, Griesgasse 8,
arbeiten zwei Kindergärtnerinnen mit gut 20 Kindern nach der Montessoripädagogik.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 7.15 bis 13.15 und Dienstag und Donnerstag 14.00 bis 16.00 Uhr

Anmeldung:
Telefonische Terminvereinbarung für ein Aufnahmegespräch mit Fr. Hofmann
unter der Tel. 0662 / 84 53 21, zwischen 7.30 und 8.00 Uhr. 

 

 

Dommuseum

 

Fürsterzbischof Maximilian
Gandolph Graf von Kuenburg

Regisseur auf vielen Bühnen
1668 - 1687 

08.12.2018 - 27.05.2019

Vor 350 Jahren, am 30. Juli 1668, wählte das Domkapitel
den aus Graz gebürtigen Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg zum Erzbischof von Salzburg.
Wappen und Inschrift überliefern ihn vielerorts als Gründer und Bauherrn z. B. der Kajetanerkirche in Salzburg,
des Stiftes Seekirchen oder der Wallfahrtskirche Maria Plain.

Mit seinem Namen verbunden ist die ehemalige Hofbibliothek („Max-Gandolph-Bibliothek"),
die Kuenburg-Bastei der Festung Hohensalzburg und das Palais Kuenburg.

Einen Namen als Mäzen machte er sich insbesondere musikgeschichtlich:
Durch seine herausragenden Hofmusiker
Heinrich Ignaz Franz Biber und Georg Muffat stieg Salzburg zu einem Musikzentrum europäischen Ranges auf.

Max Gandolph nahm sich vieler Lebensbereiche an und sorgte für entschieden „mehr Staat"
durch neue Behörden und Verordnungen zur Verbesserung der Sicherheit.
Kompromisslos blieb er in Fragen der Religion.

Protestantenvertreibung und Hexenverfolgung überschatten seine Regierungszeit.
Erstmals widmet sich diese Ausstellung der Persönlichkeit und langjährigen Amtszeit des hochgebildeten Barockfürsten.

 

Öffnungszeiten:

Täglich, außer Dienstag, 10–17 Uhr
(letzter Einlass 16 Uhr)

Advent- und Weihnachtszeit
(2. Dezember 2018 –6. Januar 2019)
täglich von 10-17 Uhr 24. Dezember geschlossen

 

 

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Eltern mit Kleinkindern

 

Alle ELTERN MIT KLEINKINDERN
sind herzlich zur wöchentlichen Zusammenkunft
im Pfarrsaal, Kapitelplatz 7 eingeladen,
jeweils am Dienstag von 9.30 bis 11.00 Uhr.

Nähere Auskunft bei Christa Treml
Tel. (0662) 84 64 63

Der Wandteppich

Ein junger Mönch verbrachte einmal Monate in einem Kloster,
wo er beim Weben eines Wandteppichs half.
Eines Tages erhob er sich entrüstet von seiner Bank.

„Das mache ich nicht länger mit" rief er.
„Die Anweisungen, die ich erhalte, ergeben keinen Sinn. Ich habe mit leuchtendgelbem Garn gearbeitet,
und plötzlich soll ich einen Knoten machen und es abschneiden – ohne ersichtlichen Grund.
Was für eine Verschwendung!"

„Mein Sohn", sagte ein älterer Mönch,
„du siehst den Teppich nicht richtig.
Du hast die Rückseite vor dir und arbeitest an einer einzigen Stelle."

Mit diesen Worten führte er den Mann vor den Wandteppich,
der ausgebreitet in der riesigen Werkstatt hing. Der Novize rang nach Luft.
Er hatte ein wunderschönes Bild gewebt: die Heiligen Drei Könige,
wie sie dem Christkind ihre Aufwartung machen;
sein gelbes Garn war Teil des Heiligenscheines um den Kopf des Kindes.
Was ihm verschwenderisch und sinnlos vorgekommen war, sah wunderschön aus.

(aus W. Hoffsümmer, Kurzgeschichten 5)

 

 

 

 

 

 

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